Catori Sakima´s
Catori Sakima´s

Die Legende des Huskies

 

 

Es war einmal ein grauer Wolf namens Wolk, der in den Mond verliebt war. Jeden Abend heulte er ihm seine Leidenschaft mit viel Kraft und Emotion entgegen, auf dass diese Liebe gegenseitig werde.

 

Die Sonne der Nacht beschloss, Wolk auf der Erde zu treffen.

Während vieler Monate liebten sie sich leidenschaftlich. Aber nach einer gewissen Zeit wurde der Mond an den Himmel zurückgerufen.

 

Die Frucht ihrer Liebe gab einen jungen Hund, den Husky. Dieser ähnelte nicht wirklich dem grauen Wolf. Er war viel kleiner. Von seiner Mutter erbte er den Schwanz in Form eines Halbmondes.

Seine schwarze und silberne Farbe und die blauen Augen erbte er von seinem Großvater, dem Himmel.

 

Vom Wolf nahmen sie die Stimme, Gestalt und ein Fellkleid gegen die Eiseskälte wie auch die Sommerglut.

Dann fügten sie die freie Seele der Wildnis hinzu.

In seinen Augen floß vom Eisberg das Blau, von den Steppen das Gelb und von der Erde das Braun.

 

Sein Lächeln malte der Delphin. Die Sichel der Rute bog der Mond.

Das Pferd brachte Schnelligkeit und Zugkraft.

Die Raubkatze Mut, Eleganz und Eigenständigkeit.

Der Esel gab zähe Arbeitskraft und starken Eigensinn. Die trickreiche Klugheit schenkte ihm der Kojote.

 

Zuletzt wurde sein Herz von den Goldstrahlen der Sonne erwärmt und eine tiefe, liebevolle Treue zum Menschen erweckt.

Diesen Vierbeiner trugen die Schneestrumgeister ins Land der Menschen und jene tauften ihn Schlittenhund.

 

 

 "Nakipo und das Geheimnis des Bären" von Birgit Henschke-Huesges